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„Von der Tageswanderung bis zur Wanderwoche”
Aus über 40 Wanderungen und Veranstaltungen können die Mitglieder der Abteilung Wandern der SG Chemie Wolfen in diesem Jahr wählen und sich aktiv
betätigen. Das Angebot reicht von der Tageswanderung ab 10 km, u.a. zur Teilnahme am Deutschen Wandertag im Fläming, zur
Hundisburg, oder zur Baumblüte nach Werder. Mehrtagesfahrten führen die Mitglieder des
Wandervereins u.a. zum Brunnenfest nach Bad Brambach und Salzwedel ist in diesem Jahr das
Ziel einer Kulturfahrt. Natürlich gibt es auch wieder die traditionelle Radtour zu Himmelfahrt und die Adventsfahrt ins Erzgebirge.
Besuch des 133. Baumblütenfestes in Werder
Von Sanssouci zur Obstweinverkostung

Zu einer Wanderung zum Baumblütenfest in Werder an der Havel fanden sich 15 Wanderfreunde in Dessau ein. In Wannsee war umsteigen angesagt
und nach einer kurzen Fahrzeit war das Ziel der Bahnfahrt, der Bahnhof Potsdam
Sanssouci erreicht. Hier ging es ein Stückchen im Park entlang, vorbei am Neuen Palais und an den Communs (kleine Kommune),
verließen wir in Höhe der Universität den Park Sans-souci. Eine schnurgerade Allee führte uns zum
Kuhforter Damm. Ab hier ging es ein Stück der Straße Kuhforter Damm-Werderscher Damm entlang bis zu einer
doppelten Eisenbahnunterführung. Danach hatten wir unseren Wanderweg wieder und die Strecke führte durch Wald
und Flur bis zur „Entenfanganlage” der Hohenzoller (Entenwerder). Da es noch ein bisschen regnete, machten wir unser
Picknick unter Bäumen. Doch bald hörte der Regen auf und wir wanderten weiter bis zum Ortsteil Wildpark West.
Hier wollten wir eine Fähre zur Inselstadt Werder nehmen, aber denkste. Die Fähre wird nur noch für
Charterfahrten eingesetzt für 120 /Std. Doch das lehnten wir dankend ab und wanderten deshalb weiter auf der
Havelpromenade zum Bahnhof Werder. Hier war das Ziel nach ca. 11 km erreicht und jeder konnte sich individuell in das
fröhliche Treiben stürzen. Überall gab es reichlich Speisen, leckeren Werderschen Obstwein und viel Musik.
Gudrun und Edith gaben eine Tanzeinlage, wofür sie „geehrt” wurden (Fahrt mit einer Berliner Rolltreppe und
Autogrammfotos von der Band), sowie eine sportliche Einlage von Edith beim Torwandschießen mit einem Treffer.
Jedenfalls hatten wir gut 3 Stunden Zeit, ehe wir uns wieder am Bahnhof einfanden, von den Erlebnissen berichteten und
gemeinsam die Heimfahrt antraten. Mit viel Spaß , „Bildungswitzen” und einigen Flaschen Obstwein, wobei die
Autofahrer natürlich verzichten mußten, verging die Zeit wie im Fluge. Bald war Dessau erreicht, wo es per
PKW wieder nach Hause ging. Resümee: Es war ein schöner Tag trotz einiger Regenschauer. Gefallen hat es allen
und die nächste Fahrt nach Werder soll schon geplant werden und auch ein Kulturbesuch des Parks Sanssouci wäre
sehr zu empfehlen.
Hans-Joachim Lösche
Zwischen Auwaldstation und „Bärlauchernte”

Dreizehn Wanderfreunde begaben sich im März mit Wanderleiter Achim zu einer
Tour in die Leipziger Auenwälder um zu sehen, ob man schon das Frühlingsgemüse
Bärlauch ernten kann. Und man konnte es. So ging es erst einmal mit DB und
S-Bahn bis zum Ausgangspunkt Leipzig-Lützschena. Nach einer Wanderzeit von
ca. 20 min. erreichten wir die Bildungsstätte „Auwaldstation”.
Hier informierte uns eine Mitarbeiterin ausführlich über die Bedeutung dieser
Einrichtung und machte uns mit Besonderheiten der hier ansässigen Fauna und Flora vertraut.
Viele Materialien luden zum informieren und stöbern ein. Auch der Wissenstest
am Computer zu Tierstimmen fand unser aller Gefallen.
Nach einer kurzen
Frühstücksrast begannen wir unsere Wandertour in den Auwald. Zuerst ging es
jedoch noch durch den interessanten Schloßpark, welcher von Maximilian Speck
von Sternburg (so auch der spätere Name der Traditionsbrauerei) um 1860 errichtet
wurde. Hier sahen wir schon richtige „Felder” von Bärlauch, aber wir wollten noch
nicht ernten. Nach Überquerung der Weißen Elster und der Luppe, ging es durch den
Stadtforst in Richtung Böhlitz-Ehrenberg mit dem Höhepunkt der Wanderung: der
Ernte von Bärlauch. Weitere Stationen waren das Leutzscher Holz, der stillgelegte
S-Bahnhof Leutzsch und die Überquerung der Nahle und der Luppe. Um eine ehemalige
Halde ging es im weiten Bogen zum Auensee.
Hier gab es aber nur einen kurzen
„Fotostopp”, bevor es durch den Stadtteil Wahren zum dortigen S-Bahnhof ging.
Nach einer kurzen Wartezeit brachte uns die Bahn zum Hauptbahnhof und weiter,
nach Hause zurück. So waren wir zeitiger als geplant wieder daheim, haben trotzdem
13 km zurück gelegt und hatten außer Schnee (der kam erst als wir wieder zu Hause
waren), alle „Wetter”. Hans-Joachim Lösche
Wanderer unterwegs zwischen
Meinsdorf—Schloßberg/Spitzberg—Roßlau

Der außergewöhnliche Abfahrtszeitpunkt 09.43 Uhr ab Bitterfeld verwirrte zunächst viele Teilnehmer.
Die Klärung erfolgte mittels vieler Telefonanrufe beim Wanderleiter. So trafen sich bis Dessau
fünfzehn Wanderfreunde im Zug nach Meinsdorf. Das Wetter verhieß Sonne und Wärme pur. Vom Bahnhof
wanderten wir zunächst durch die Eigenheimsiedlung, überquerten die Rossel und kamen kurz hinter
dem Schwimmbad in den Wald. So ging es auf breiteren und schmaleren Wegen in Richtung Streetz.
Bald erreichten wir den Zufahrtsweg zum Waldschulheim am Schloßberg (lt.Wanderatlas), der bei den
Einheimischen nur unter Spitzberg bekannt ist. Dort erwartete uns ein Rastplatz, wie er schöner
nicht sein kann. Die Mittagspause haben alle genossen. Kurz bevor wir den Rückweg in Richtung
Roßlau antraten, kamen Dessauer Wanderfreunde vorbei, die das gleiche Ziel wie wir hatten. Wir
wanderten mit Abstand hinterher und überholten die Gruppe bei einer Pause. Der Weg verlief zum
größten Teil im Wald. Die letzten zwei Kilometer durch die Stadt wurden jedoch lang. Die noch
ungewohnte Wärme machte uns zu schaffen. Nach 14 Kilometern erreichten wir unser Ziel, den
Bahnhof Roßlau und fuhren zufrieden nach Hause. F. Rämmler Wanderleiter
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